Ich war schon vorher zwei mal in Schweden, jedoch in Stockholm. Jetzt wollte ich mal etwas neues ausprobieren, eine Mini-Kreuzfahrt mit einer Fähre. Und zwar, nach Göteborg. Ich möchte euch einige Eindrücke von der Überfahrt, meiner Kabine und meinem Tagesausflug in Göteborg machen. Ob es sich lohnt?

Ich bin schon einen Tag vorher in Kiel angereist, um noch diese Stadt ein wenig erkunden zu können. Ich habe mir ein Zimmer direkt an der Förde, unweit des Fährterminals genommen. Am nächsten morgen habe ich nochmal gut im Hotel gefrühstückt und langsam meine Sachen gepackt und mich auf die Reise vorbereitet. Um 15:00 Uhr war dann Check-In. Ich habe mich vorab über die App einchecken lassen und brauchte beim einsteigen nur meinen Ausweis vorzeigen und mein Gepäck wurde kontrolliert, ähnlich wie im Flughafen, wenn man vom Zoll angehalten wird.

Endlich 15:00 Uhr! Da gehe ich nun hoch, die lange und gläserne Gangway. WoW! Was ein Gefühl, auf solch ein großes Schiff zu gehen. Oben angekommen wurde ich direkt vom Kapitän und der Crew begrüßt. Es gab O-Saft und Sekt zum Empfang. Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Nun ging es auf die Suche nach der Kabine. Das gestaltete sich anfangs schwierig, denn auf diesem großem Schiff gibt es so einige Decks und Kabine. Ich musste mich durchfragen und fand schließlich meine Kabine. Mir war es wichtig, dass ich eine Außenkabine beziehe, denn ich möchte etwas von der Überfahrt haben und etwas sehen.

Um 18:45 Uhr haben wir dann in Kiel abgelegt. Leider hatten wir ein sehr regnerisches Wetter. Wir standen oben auf Deck und haben Kiel verabschiedet. Nun war etwas Zeit, mir das Schiff etwas näher anzusehen. Ich habe mir die Restaurants angesehen und war von der größte sehr angetan. Sehr modern dazu eingerichtet. Auf dem Deck unter mir fand ich den Shop, dort gab es alles, was das Herz begehrt. Schokolade, Alkohol, Souvenirs und andere tolle Dinge. Ich habe mich direkt mit viel schwedischer Schokolade eingedeckt, denn die ist wirklich sehr, sehr lecker.

Es ist 21:00 Uhr! Endlich gibt es Abendessen. Das Abendbrote im TASTE Restaurant kostet mich stolze 28,00 Euro. Dort enthalten sind aber alle Sofagetränke, Weine und Biere. Dazu noch das gesamte Buffet. Das Buffet war echt sehr groß! Es gab sehr viel Fisch, Fleisch, Salate und ganz viele Leckereien zum Nachtisch. Besonders lecker fand ich die schwedischen Köttbular und den Lachsfilet. Dazu gab es diverse Beilagen (Pommer, Kartoffeln, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Nudeln und Reis).

Und schon ist es 23:00 Uhr. Während das Showprogramm im TASTE Restaurant mit Karaoke, Quiz und Bingo startet, habe ich mich in den Kinoraum gesetzt und dort Filme geschaut, dazu kühles Schwedisch Öl (Bier). So habe ich den Abend dann ausklingen lassen und habe mich dann in die Kabine gewagt und mich schlafen gelegt. Denn, der Wecker wird früh klingeln.

Bsst…bsst…bssst… 06:00 Uhr! Die Nacht ist rum und der Wecker klingelt früh. Ich habe echt sehr gut geschlafen. Nun habe ich mich fertig gemacht und ab auf das Deck nach ganz Oben. Denn ich möchte die Einfahrt nach Göteborg auf keinen Fall verpassen. Denn es gibt viel zu sehen, Berge, sehr viele kleine Inseln (Schären). All‘ das möchte ich noch vor dem Frühstück sehen. Um 07:00 Uhr ging es dann zu Frühstück. Göteborg ist nicht mehr weit, wir nähern uns dem Ziel.

Lecker! 07:00 Uhr! Es gibt lecker Frühstück mit frischen Brötchen, Croissants, Würstchen, Spiegeleiern, Rühreiern, Bacon und vielen Salaten. Dazu wurde, wie es in Skandinavien gewohnt ist, sehr viel Fisch. Zum Nachtisch gab es dann kleckere Pancakes, eine Banane und einen Apfel für die Vitaminzufuhr. Der Bauch ist voll und ich? Ich gehe jetzt wieder nach ganz oben, denn ich will die Einfahrt in den Göteborger Hafen auf keinen Fall verpassen.

09:00 Uh! Wir legen an und können schon gleich von Bord gehen und Göteborg erkunden. Als erstes geht es zur Straßenbahn, das Ticket habe ich auf dem Schiff für umgerechnet 10 Euro gekauft. Die Karte ist 24 Stunden gültig. Ich bin zuerst in das Zentrum gefahren, von dort aus kann man alles andere sehr gut erreichen. Ich habe mir die Altstadt, die Parks und die tollen kleinen Cafes und Geschäften angesehen. Ansonsten habe ich noch die Einkaufszentren erobert und mir einen Eindruck von diesen sehr großen Shoppingoasen gemacht – eine große Auswahl, mit überwiegend europäischen Standardgeschäften.

Was hat Göteborg zu bieten? Viel Wasser, viel Industrie aber auch schöne Parks mit Tieren. Man sollte unbedingt mit den Straßenbahnen fahren, die haben das gewisse Charme von einer alten Stadt. Cool! Schön urbanig. Ich kann euch auch empfehlen, in die Saluhallen zu gehen. Das ist eine große Halle mit vielen kleinen Bistros und Geschäften. Hier gibt es sogar einen deutschen laden mit Weißwurst und co. Ansonsten findet man hier eine tolle Auswahl an typisch schwedischen Leckereien.

Ansonsten genießt einen Spaziergang am Wasser. Hier stehen viele bunte Holzhäuser, welcher der Stadt einen sympathischen Eindruck verleiht. Leider muss ich auch von etwas abraten. Nämlich dem „Universeum“. Das ist ein sogenanntes „Aquarium“ mit einem integrierten tropischen Regenwald. Der Eintritt kostete mich satte 25 Euro. Man fährt mit einer kleinen Seilbahn nach oben um von dort aus zu starten. Von der Aufmachung her sieht alles sehr toll aus – leider ist man auch so ziemlich schnell durch, weil es sehr, sehr klein ist. Ich habe nur rund 30 Minuten gebraucht und habe mir alles ausgiebig angesehen. Das Highlight ist vielleicht, das im Regenwald die Tiere, auch Affen frei herum laufen. Ihr könnt euch natürlich selber ein Bild machen, das Universeum liegt neben den Park Liseberg. Diesen konnte ich mir leider nicht anschauen, weil dieser zu der Jahreszeit im Oktober leider geschlossen hatte.

Um 17:00 Uhr musste ich wieder auf dem Schiff sein – vorher war ich in Göteborg nochmal für 50 Euro Lebensmittel einkaufen. Die Schweden haben die beste Schokolade! Nun war der Tag in Göteborg zu Ende. Ein regnerischer, aber toller Tag mit vielen schönen Eindrücken dieser schwedischen Hafenstadt. Dennoch finde ich Stockholm deutlich interessanter. Ich würde Göteborg viel mehr im Sommer oder Winter ansehen und nicht wie ich, im Herbst.

Die Rückfahrt nach Kiel war ein bisschen holprig. Wir mussten durch einen aufziehenden Sturm fahren. Das bedeutete Wellengang und sehr starker Wind. Nichts desto trotz habe ich es mir im restaurant und später an der Bar wieder gut gehen lassen. Ein rundum gelungener Urlaub für 3 Tage! Mit der Stena Line würde ich auf jedenfalls gerne wieder fahren.